Zaubertränke

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1. Hausaufgabe, 1. Klasse

 

1. In Vorbereitung auf die nächste Stunde möchte ich, dass jeder Schüler sich mindestens fünf Zaubertrankzutaten heraus sucht und diese näher erläutert.

a) Belladonna/ Belladonnaessenz
Belladonnaessenz wird aus der Schwarzen Tollkirsche (Atropa belladonna)gewonnen. Es handelt sich hierbei um eine giftige Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse, sein Name ist an das italienische "Bella donna" angelehnt, was "Schöne Frau" bedeutet. Dieser Name ist darauf zurückzuführen, dass der Konsum belladonnahaltiger Schönheitspräparate zur Vergrößerung der Pupillen führte, was den Damen einen sogenannten "tiefen" Blick verschuf.
Die Tropan-Alkaloide der Belladonna besitzen eine parasympathologische Wirkung und beeinflussen besonders in höheren Dosen das Zentrale Nervensystem. Sie besitzen einen halluzinogenen Effekt.
Verwendung in der Zaubertrankbrauerei:
Wegen der anregenden Wirkung wird die Belladonnawurzel für aphrodisierende Tränke verwendet, seltener auch für besondere Formen der Liebestränke.
Während die Muggel heutzutage die wandlerische Eigenschaft der Belladonnaessenz ins Reich der Legenden verbannen, wissen kundige Zaubertrankbrauer aber genau jene Wirkung zu schätzen, so dass Belladonnaessenz ein wichtiger Bestandteil zahlreicher gestaltwandlerischer Tränke ist.
Belladonna gehört zu der großen Gruppe jener tödlichen Gifte, deren Wirkung durch die Einnahme eines Bezoars aufgehoben werden kann.

b) Wermut
Wermut (Artemisia absinthium L.)gehört zur Familie der Korbblütler und ist auch unter den Namen Gemeiner Wermut, Wermutkraut, Bitterer Beifuß oder Alsem bekannt. Bei den Muggeln finden Wermutextrakte u.a. auch in alkoholischen Getränken Verwendung, während die Zauberergemeinschaft vor allem als nützlichen Bestandteil hochwertiger Tränke ansieht. So ist Wermut eine unverzichtbare Zutat für den "Trank der lebenden Toten", wo seinem Aufguß u.a. Affodilwurzel, Schlafbohnensaft und allerlei weitere Bestandteile zugefügt werden. Obwohl er in hohen Dosen giftig wirkt, ist der verräterische bittere Geschmack von Wermut für jeden, der es zu sich nimmt, ein deutliches Warnsignal.
Weitere Verwendung findet Wermut auch im Heilwesen, die altägyptischen Zauberer wussten ihn sogar für Liebestränke zu nutzen.

c) Billywig-Stacheln
Die Stacheln der australischen Billywigs enthalten eine leicht giftige Substanz, welche gern und häufig für Zaubertränke mit stimmungsaufhellender Wirkung verwendet wird. Rauschzustände mit Schwindelgefühl und einem angenehmen Schwebeeffekt machen die Stacheln gerade unter jungen Zauberern zu begehrten Objekten, in ihrer Heimat werden auch gern freilebende Billywigs zum Stechen gereizt, um in den Genuss der Wirkung zu kommen. Eine Überdosierung kann zu verschiedenen Problemen wie z. B. Dauerschweben führen.
Weitere magische Eigenschaften können dem Billywigsekret allerdings kaum zugeschrieben werden.
Die getrockneten Billywigstacheln, welche angeblich auch Bestandteil der beliebten Zischenden Wisbees sind, sollten dennoch in keinem Zutatensortiment fehlen, insbesondere, wenn sich der Zaubertrankbrauer gern an berauschenden Tränken versucht. Auf entsprechende Umsicht und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Dosierung ist allerdings in jedem Falle zu achten.

d) Aschwinderin-Ei
Die gefrorenen Eier der Aschwinderin gelten als besonders mächtige Zaubertrankzutat wie z.B. für den legendären "Amortentia", aber auch für andere Tränke, die starke Gefühle freisetzen sollen. Auch in der Heilkunde sind diese Eier "heiß" begehrt, helfen sie doch im Ganzen eingenommen besonders gut gegen Schüttelfrost und Wechselfieber. Einige findige Geschäftsleute haben es sich sogar zur Aufgabe gemacht, gezielt Aschwinderinnen zu erzeugen, um so an die wertvollen Gelege zu kommen - nicht selten werden sie dabei aber von der magischen Schlange überlistet, die ihre Eier stets gut versteckt. Zahlreiche Brände wurden so durch den Leichtsinn und die Geldgier der Aschwinderin-Beschwörer verursacht - das Zaubereiministerium geht diesen Vorwürfen also besonders ernsthaft nach.
Sämtliche Zaubertrankrezepte sehen die Eier der Aschwinderin lediglich im gefrorenen Zustand als Bestandteil der Tränke vor. In "Höchst potente Zaubertränke" wird dringend davor gewarnt, die noch glühenden Eier mit anderen magischen Zutaten in Kontakt zu bringen.

e) Löffelkraut
Das Löffelkraut - auch "Echtes Löffelkraut" (Cochlearia officinalis) - gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und ist auch unter den Namen Bitterkresse, Skorbutkraut, Löffelblättchen oder Löffelkresse bekannt. Neben seiner Wirksamkeit gegen Skorbut soll es auch gegen Ermüdungs- und Erschöpfungserscheinungen helfen, auch eine blutstillende Wirkung sowie die Linderung von Gicht und Rheuma werden ihm zugeschrieben.
In der Zaubertrankkunde ist Löffelkraut Bestandteil zahlreicher Heiltränke sowie belebender Essenzen, die mitunter auch berauschend und verwirrend wirken können. Für besonders anspruchsvolle Zaubertrankbrauer, die sich mit gefährlichen Tränken, Giften u. ä. befassen, spielt Löffelkraut aber eine eher untergeordnete Rolle, umso wertvoller ist es aber beispielsweise für Heiler und für den eigenen kleinen Zutatenbestand im magischen Haushalt.



2. Lernt die Indikatoren für das Brauen der Zaubertränke. Nennt mir alle Indikatoren schriftlich.

- Beschaffenheit und Konsistenz des Trankes
- Erntezeit der Zutaten
- Farbe des Trankes
- Geruch des Trankes
- Mondphasen (nicht nur bei der Erntezeit, sondern auch beim Zubereitungszeitpunkt)
- Reifungs- und Gärungszeit
- Reihenfolge der Arbeitsschritte und Zutatenzugabe
- Richtung und Anzahl (des Rührens)
- Temperatur
- Zutatenauswahl

 


 

 

2. Hausaufgabe, 1. Klasse

 

1. Wie war es für Dich endlich, dass erste Mal einen Zaubertrank zu brauen? Bist du zufrieden mit Dir oder gab es Schwierigkeiten? Verfasse einen kleinen Bericht!

Auf den ersten Blick erschien es leicht, einen Vergesslichkeitstrank zu brauen, doch schon zu Beginn merkte ich, wie wichtig es auch hier ist, sich an die Grundregeln zu halten.
Beim ersten Durchlesen der Anleitung fiel mir auf, dass das Wasser auf 120 Grad erhitzt werden muss, was für mich bedeutete, den Trank sehr zügig zu brauen, damit nicht zuviel Flüssigkeit verdampft, was ja bereits ab 100 Grad der Fall ist. Aus diesem Grunde war es tatsächlich wichtig, das Löffel- und das Nieskraut bereits während des Erhitzungsvorganges zu zerhacken. Da ich noch keinerlei Erfahrung im Zaubertrankbrauen habe, habe ich mich entschieden, noch einen Schritt weiter zu gehen und die beiden Kräuter schon vorzubereiten, noch bevor ich anfing, das Wasser zu erhitzen. Ich tat gut daran, denn es kostete mich sichtlich Mühe, die Pflanzen wirklich fein zu zerhacken, während das Wasser sehr schnell die gewünschte Temperatur erreichte.
Allerdings wagte ich nicht, dieselbe Vorbereitung bei Liebstöckel und Lenkpflaume zu treffen, da ich fürchtete, der Saft könne austrocknen, wenn ich ihn zu lange vorher ausdrücke. Die sieben Minuten, in denen der Sud mit Nies- und Löffelkraut vor sich hinkochte, reichten gerade so aus, um die beiden verbliebenen Zutaten zu zerdrücken und den Saft in der Phiole aufzufangen. Sollte ich diesen Trank noch einmal zubereiten, werde ich wohl zumindest eine größere Lenkpflaume auswählen, damit der Saft schneller austritt.
Die nächste Schwierigkeit bot sich mir als ich das "erste Zischen" abwarten musste, denn es schien kein Ende zu nehmen. Ich fürchtete schon, den rechten Zeitpunkt verpasst zu haben als ich der Anleitung entsprechend den Trank rührte. Bis jetzt weiß ich noch nicht, ob ich wirklich alles richtig gemacht habe, allerdings entspricht der Trank der Beschreibung im Buch und schon allein das Einatmen seines Dampfes führte bei mir zu einem leichten Verwirrungszustand.
Insgesamt habe ich sehr schnell Gefallen an der Zaubertrankbrauerei gefunden. Es stört mich nicht im Geringsten, dass ich meinen Zauberstab stecken lassen musste, da man so noch mehr auf die magischen Eigenschaften der Zutaten achtete. Selbst wenn mein erster Trank nicht den Erwartungen entspricht, würde ich gern noch einen zweiten Versuch wagen!



2. Schaue im Lexikon für Zaubertrankzutaten nach und finde die Wirkung von Nieskraut, Löffelkraut, Lenkpflaumen und Liebstöckel heraus.

a) Nieskraut
Nieskraut hat eine berauschende und verwirrende Wirkung, da es bei Einnahme zu einer leichten Entzündung im Gehirn kommt. Von zu hoher Dosierung ist daher unbedingt abzuraten. Unter Muggeln ist seine namensgebende Wirkung bekannter: Ähnlich wie Schnupftabak löst es einen Niesreiz aus, der insbesondere im Mittelalter als willkommen und reinigend galt.
Allerdings verwirrt in unserem vorliegenden Lexikon die Tatsache, dass der lateinische Name Achillea ptarmica eigentlich die Sumpf-Schafgarbe bezeichnet, während das tatsächliche Nieskraut (auch Gottesgnadenkraut) unter dem lat. Namen  Gratiola  officinalis bekannt ist.

b) Löffelkraut
Da ich das Löffelkraut schon bei meiner letzten Hausaufgabe näher beschrieben habe, hier nur eine kurze Zusammenfassung:
Neben seiner Wirksamkeit gegen Skorbut soll es auch gegen Ermüdungs- und Erschöpfungserscheinungen helfen, auch eine blutstillende Wirkung sowie die Linderung von Gicht und Rheuma werden ihm zugeschrieben.
In der Zaubertrankkunde ist Löffelkraut Bestandteil zahlreicher Heiltränke sowie belebender Essenzen, die mitunter auch berauschend und verwirrend wirken können.

c) Liebstöckel
Bei den Muggeln wird Liebstöckel gern als Gewürzpflanze verwendet, man glaubte auch an seine Wirkung als Aphrodisiakum. Zumindest letzteres gehört weniger ins Reich der Legenden als es die Muggel vermuten, da Liebstöckel durchaus den Geist verwirren und in richtiger Kombination mit anderen Zutaten auch verwirren kann. In Kombination mit ähnlich wirkenden Substanzen verstärkt sich der Liebstöckel und ist so unverzichtbar für Verwirrungs- und Vergesslichkeitstränke.

d) Lenkpflaumen
Die Wirksamkeit der Lenkpflaumen ist bis heute nicht unumstritten. Jedoch bestehen experimentierfreudige Zaubertrankbrauer darauf, die radieschenähnliche Frucht würde den Geist erweitern und so mentale Barrieren überwinden. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Lenkpflaumen ähnlich berauschend-verwirrende Zustände verursachen, wie wir es auch von Nieskraut oder gleichartigen Pflanzen kennen. Die "Bewußtseinserweiterung", die Lenkpflaumen verursachen, erinnern auch an Kräuter und Räucherwerk aus dem Schamanismus, weshalb man sie nicht ungeprüft in Abrede stellen sollte. Gesichert ist jedoch, dass die Lenkpflaume in mancherlei Tränken einen durchaus positiven Einfluss in bezug auf die Wirksamkeit des Gebräues hat.

 

 


Diese Hausaufgaben wurden insgesamt mit 260 HP bewertet.



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