Zaubereigeschichte

 

 

1. Hausaufgabe, 1. Klasse

 

1. Fertige eine Übersicht über die vier Häuser an.

Nenne mir dazu die 4 Häuser in Hogwarts und zähle die passenden Eigenschaften zu den Häusern auf. Finde außerdem heraus, welches Wappentier jedes Haus besitzt, welche Farben es repräsentieren und zu welchem Haus welcher Hausgeist gehört.

 

 



2. Warum denkst Du, dass dich der sprechende Hut in dein Haus gesteckt hat und nicht in ein anderes.

Ich wurde dem Haus Slytherin zugeteilt, denke aber, dass durchaus auch die Chance bestand, in Ravenclaw zu landen. Ich sehe Slytherin durchaus als ein Haus an, in dem sich auch einzelne Eigenschaften wiederfinden, die man sonst anderen Häusern zuteilt. Klugheit und Ehrgeiz sind in Slytherin sicher ebenso gern gesehen wie in Ravenclaw, gepaart mit einem gewissen Maß an Egoismus und List zeichnet es aber eher einen Slytherin aus. Für einen Hufflepuff wäre ich sicherlich nicht bodenständig genug, bedingslose Treue und Hingabe könnte ich ebenfalls nicht garantieren, da ich mein Verhalten gerne den äußeren Umständen anpasse. Dies bezieht sich auch auf Freundschaften - ich bin eine Einzelgängerin und bevorzuge wenige, echte Freunde. Dennoch bin ich bereit, eine Freundschaft konsequent zu beenden, wenn gewisse Regeln nicht eingehalten werden.
Ähnlich verhält es sich auch mit den Charaktereigenschaften, die man in Gryffindor bevorzugt: Mut und Tapferkeit sind sicher Tugenden, die zu schätzen sind, allerdings bevorzuge ich die Regel "Erst denken, dann handeln". Risiken einzugehen mag manchmal sinnvoll und richtig sein, doch man muss sie nicht provozieren und bedingungslos hinnehmen, wenn man sie umgehen kann. Dass ich eine gewisse Faszination für dunkle Magie und düstere Kreaturen empfinde mag einen zusätzlichen Ausschlag in Richtung Slytherin gegeben haben. Alles in allem bin ich mit der Wahl, die für mich getroffen wurde, recht zufrieden, über eine Zuteilung nach Ravenclaw wäre ich aber genausowenig enttäuscht gewesen.

 


 

2. Hausaufgabe, 1. Klasse

 

1. Wie findest Du Salazar Slytherins Ansicht über Muggelstämmige?

2. Wie denkst du, sollte das Haus Slytherin mit dieser Geschichte umgehen? Ist das heutige Haus Slytherin heute vielleicht ein anderes als das was Slytherin selbst vorschwebte? Oder haben sich Slytherins Vorstellungen alle erhalten?



1. Man muss hierbei berücksichtigen, dass Salazar Slytherin vor über 1000 Jahren lebte. Zu dieser Zeit verhielt es sich mit dem Blutstatus der Zauberer noch anders als heute. Während in der heutigen Zeit nahezu alle reinblütigen Familien miteinander verwandt sind, war im Mittelalter noch eine weitaus höhere "Blutsvielfalt" vorhanden. Die Befürchtung, die reinblütigen Zauberer könnten aussterben, war damals noch nicht existent, die Menschen dachten noch nicht daran, dass tausend Jahre später eine Reinerhaltung des Blutes an die Grenzen des Möglichen stoßen könnte. Insofern ist Salazar Slytherins Denkweise zu seiner Zeit vermutlich noch längst nicht so abwegig oder gar verwerflich gewesen, wie sie heute eingeschätzt wird.
Zudem ist Slytherins Ansicht in einigen Punkten zumindest ansatzweise nachvollziehbar. Selbst im Tierreich gilt die Vererbungslehre, bei den Menschen mit ihren ausgeprägteren Charakteren, Talenten und Eigenschaften tritt dieser Umstand noch deutlicher hervor. Es ist für einen logisch denkenden Menschen schwer nachvollziehbar, dass ein Mensch (in diesem Falle ein Muggel) plötzlich ein ausgeprägtes Talent für etwas (in diesem Falle Magie) haben soll, das in seiner Abstammungslinie bislang noch nicht aufgetreten ist - und dann auch noch in einem solchen Ausmaß, dass es die Grundlage für einen guten Zauberer oder eine gute Hexe bietet. Selbst wenn schon zu Slytherins Zeit nachgewiesen werden konnte, dass muggelstämmige Zauberer es in Sachen Können durchaus mit Reinblütern aufnehmen können, so ist dies aus rein logischer Sicht vielleicht nur schwer nachzuvollziehen gewesen. Daher suchte man (und tut es teilweise auch heute noch) nach anderen Erklärungen, wie z. B. dem Diebstahl magischer Kräfte oder auch nach magischen, längst vergessenen Vorfahren. Die Tatsache, dass Muggel Zauberkräfte entwickeln können, widerstrebte Salazar Slytherins Logik - zu seiner Zeit ein weitaus weniger ungewöhnlicher Wesenszug als heute. Daher bin ich überzeugt, dass Slytherin - vor eintausend Jahren - eine für viele Menschen einleuchtende Ansicht vertrat.
Die genannten Gründe sind auch heute noch für viele gewichtig genug, um diese Meinung fortzutragen und weiterhin als "richtig" zu bezeichnen. Wer ein Anhänger von Wissenschaft und Logik ist, kann sich möglicherweise leichter mit Slytherins Ansichten identifizieren.
Die heutige Zeit fordert von liberalen Zauberern, sich bestimmten Fakten zu unterwerfen, auch wenn diese unerklärlich sind - dies gilt auch für die Entwicklung magischer Kräfte bei den Menschen, die es als Geschenk und nicht als Erbe annehmen dürfen. Wer allerdings seinen Geist weit genug öffnen kann, um diesen Umstand anzuerkennen, wird keinerlei Schwierigkeiten damit haben, Muggelstämmige als gleichwertige Zauberer anzuerkennen.

2. Jedes Haus in Hogwarts steht für bestimmte Charaktereigenschaften, Talente, Fähigkeiten und Sichtweisen. Dass der sprechende Hut auch heute noch zahlreiche Schüler dem Hause Slytherin zuteilt, spricht dafür, dass das, worauf Slytherin grundsätzlich Wert legte auch jetzt noch eine Rolle spielt. Im Laufe von eintausend Jahren fanden jedoch in allen Häusern mehr oder minder große Veränderungen statt. Zu seiner Zeit wäre Salazar Slytherin sicherlich strikt dagegen gewesen, Zauberer, die nicht reinen Blutes sind, in sein Haus aufzunehmen. Dass ihm bei konsequenter Umsetzung dadurch Schüler wie Severus Snape oder auch Tom Riddle "entgangen" wären, konnte er damals nicht berücksichtigen, zumal es sich in den beiden genannten Fällen auch nicht um reine Muggelstämmige, sondern zumindest um Halbblüter handelte.
Wichtiger war für Slytherin wohl das Zusammenspiel aus Charakterzügen und Talenten - ebenjenen Punkten, die auch jetzt noch vom sprechenden Hut für seine Entscheidung relevant sind. Das Haus Slytherin hat sich verändert - ja. Und zwar soweit es sich verändern musste. Es stellt eine Art Gegenpol zu anderen Häusern dar, stellt andere Eigenschaften in den Vordergrund und bietet so jeder Menge Schüler immer noch genau den Platz, an den sie gehören. Es wäre nicht gut, aus Slytherin etwas anderes zu machen als es ist - eine Basis für diejenigen, die Ehrgeiz, List und Findigkeit in sich vereinen. Was ein jeder daraus macht, unterliegt weder der Verantwortung Salazar Slytherins noch der seines Hauses.
Ob Slytherin mit der Entwicklung seines Hauses tatsächlich zufrieden wäre, lässt sich schwer beurteilen. Gewiss hätte er mehr Wert auf den Reinblut-Status gelegt, allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass die "Schlangenzuge" einst auch mit Godric Gryffindor befreundet war und immerhin zu den vier Gründern von Hogwarts gehörte. Sicherlich vertrat er auch Ansichten, die durchaus lobenswert sind und setzte in mancher Hinsicht auch die richtigen Prioriäten. Slytherin wird meist als der parselsprechende Reinblutfanatiker mit Hang zur dunklen Magie dargestellt. Dies ist sicherlich ein Fehler und nicht wenige Schulleiter taten recht daran, in einem Menschen auch immer das Gute zu sehen.
Es wäre falsch, die Geschichte dieses Hauses zu leugnen. Jedoch kann jeder Slytherin auch positiv zu der Vergangenheit stehen, sich ihrer annehmen, sich mit ihr auseinandersetzen und von ihr lernen. Für die Hauslehrer von Slytherin wäre es empfehlenswert, die positiven Eigenschaften des Hauses herauszustellen und sie an ihre Schüler zu vermitteln, dabei aber die negativen Aspekte der Geschichte nicht zu leugnen, sondern sie auf eine gerechte und moralische Weise zu behandeln.

 


Diese beiden Hausaufgaben wurden mit insgeamt 175 HP bewertet.

 



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